Mi. Dez 7th, 2022

Im Kreis Warendorf (Münsterland) gibt s derzeit einen bemerkenswerten Aufruf an alle Bürgerinnen und Bürger. Die sollen sich zur Stromblackout-Vorsorge jetzt schon (Zitat) „wichtige Informationen“ aus dem Internet ausdrucken, denn „Ohne Strom können Sie im Internet nichts googeln! Auch Ihr Mobiltelefon als Datenspeicher wird ohne externe Stromversorgung nur für eine begrenzte Zeit zur Verfügung stehen“, heißt es auf der Internetseite des Landkreises.

Landrat Olaf Gericke erklärte bezüglich des ungewöhnlichen Aufrufs, dass sich viele Kreise und Gemeinden aktuell intensiv auf außergewöhnliche Situationen wie etwa Stromausfälle vorbereitsn. Das genüge jedoch nicht, sodass auch jeder Einzelne bzw jede Familie Eigenvorsorge betreiben sollte, um möglichst optimal für den Fall der Fälle vorbereitet zu sein. Zu den Informationen abrufen und aufschreiben oder ausdrucken sollen, gehöre seinen Angaben nach insbesondere ein umfangreiches Adress- und Telefonverzeichnis mit folgenden Infos:

– Kontaktdaten von nahen Familienangehörigen, wichtigen Freunden und Bekannten /// – Örtliche Notfall-Kontakte und Anlaufstellen (Hausarzt, Pflegedienst, ärztlicher Bereitschaftsdienst, Krankenhaus, Rettungswache, Polizeistation, nächste Feuerwache, Apotheken-Notdienst etc.) /// – Dienstleister und Versorger (Stromanbieter, Stadtwerke, Telefonanbieter etc.)

Bisher hätten sich rund 75 Gemeinden im Münsterland der Kampagne „Vorsorge statt Sorge – Besser bereit“ angeschlossen und raten etwa dazu, Essens-Notfallvorrat, Grill und Kurbelradio bereitzuhalten, heißt es aus dem Ladratsamt. Auf der Webseite ist auch zu lesne: „Im Rahmen der Vorbereitung auf eine Energiemangellage richten einige Kreise und Kommunen sogenannte ‚Notfall-Infopunkte‘ ein, die bei längerem Stromausfall oder bei Totalausfall der Telefonnetze mit Rettungskräften der Feuerwehr besetzt werden. (…) Dort können Bürgerinnen und Bürger dann Notfall-Meldungen abgeben, die von dort per Funk weitervermittelt werden. Die Adressen solcher ‚Notfall-Infopunkte‘ in Ihrer Nähe gehören unbedingt auf Ihre Informationsliste“, mahnt der Landkreis.