Mo. Aug 8th, 2022

Die Verwaltung brauche einen neuen Amts-Ethos, schreibt KOMMUNAL-Chefredakteur Christian Erhardt-Maciejewski in einem aktuellen Leitartikel, denn wenn die öffentliche Verwaltung strikt nach Vorschrift arbeite, werde sie in kürzester Zeit arbeitsunfähig sein. Vom „überforderten Bürokratiemonster Deutschland“ sei oft die Rede, so der Chefredakteur, das eigentliche Problem sei jedoch, dass fachliche Entscheidungen zu oft dem politischen Kalkül geopfert würden. Deutschlands Rathäuser müssten ausschließlich den Bürgerinnen und Bürgern verpflichtet sein, fordert er.

Als Beispiel für den derzeitigen Irrsinn in den Verwaltungen führt Ehrhardt-Maciejewski die Bundeshauptstadt an. Anfang Dezember habe die Friedhofsverwaltung Berlin-Mitte erklärt, sie habe „aus technischen Gründen“ von Mitte Dezember bis Anfang Januar geschlossen. Selbst Tote müssten nun also schon auf Termine warten, resümiert der Journalist und fügt an: Wenn Behördenversagen einen Namen hat, dann heißt es Berlin.

Doch je weiter man auf die lokale Ebene heruntergehe, desto besser funktioniere unser Land noch, heißt es in dem Artikel. Die freiwillige Feuerwehr im Ort putze regelmäßig ihre Fahrzeuge, im „Hofladen um die Ecke“ würden die Menschen noch ordentliche Preise für ihre Kartoffeln zahlen, ohne nach dem nächsten „Mega-Preisdeal“ Ausschau zu halten, schreibt der 46-Jährige Journalist, der auch schon Pressesprecher bei der FDP war. Und doch trauten immer mehr Menschen dem Rathaus vor Ort immer weniger zu, meint er. „Denn Menschen sehen das Versagen vor allem auf den oberen Ebenen, sehen die Kaltschnäuzigkeit, mit der sich Behörden wegen ‚Nichtzuständigkeit‘ herausreden und sie ahnen, was passiert, wenn sie selbst mal Hilfe benötigen“, heißt es n dem Leitartikel.

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