So. Okt 2nd, 2022

Nicht erst aber insbesondere seit dem die Corona-Pandemie unsere Gesellschaft im Griff hat, wird in Deutschland mehr als jemals zuvor über die Digitalisierung von Alltagsdingen diskutiert. Während Handel und Gastronomie bespielsweise nahezu flächendeckend bargeldloses Bezahlen anbiete und Konzepte wie Home Office und Videokonferenzen in vielen Betrieben Einzug gehalten haben, hat die öffentliche Verwaltung viele Chancen ungenutzt, den Bürgerinnen und Bürgern eine gut funktionierende digitale Interaktion mit Behörden zu ermöglichen, schreibt Frank Feil für TECHTAG, dem Magazin für die Digitalwirtschaft in Baden-Württemberg. Dass die bundesrepublikanischen Verwaltungen die Erwartungen in die Qualität der Digitalisierung nicht erfüllen konnten, ist das Ergebnis des eGovernment Monitors 2021, der bereits seit einem Jahrzehnt regelmäßig die Situation der digitalen Verwaltung in Deutschland, Österreich und der Schweiz beleuchtet.

Die zentrale Erkenntnis aus dem eGovernment Monitor 2021 sei es, dass die Digitalisierung des Staates weit hinter den Entwicklungen in Wirtschaft und Privatleben der Menschen zurückbleibe. Das Vertrauen der BürgerInnen in die staatliche Leistungsfähigkeit im Bereich der Daseinsvorsorge drohe zu erodieren, wenn nicht bald ein Umsteuern geschiehe, schreibt Feil, denn diese sog. „User Experience“ bringe das eigentliche Problem der digitalen Verwaltung auf den Punkt. Während die User von Plattformen wie Amazon und Google gewohnt seien, dass online alles schnell, einfach und vor allem intuitiv funktioniere, können hauptsächlich die deutschen Kommunalverwaltungen diesen Ansprüchen mit vielen, teilweise improvisierten, Lösungen des Verwaltungsapparats nicht gerecht werden. Das erkläre, weshalb in Deutschland nur etwas mehr als die Hälfte der InternetnutzerInnen innerhalb der vergangenen zwölf Monate Leistungen der digitalen Verwaltung in Anspruch genommen hätten, während es in den Vergleichsländern Österreich und Schweiz 76 Prozent beziehungsweise 60 Prozent waren.

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