Mi. Mai 25th, 2022

Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,

eigentlich wollten wir Ihnen zum Monatswechsel wieder einen kurzen Rückblick auf die Geschehnisse im Bereich des ÖD geben, auf tolle Projekte, die unsere Verwaltungen voranbringen und für die wir gemeinsam mit Partnern und der Zivilgesellschaft einstehen. Doch seit vergangener Woche beherrscht vor allen Dingen ein Ereignis unsere Gedanken und Gespräche – der Krieg Russlands gegen die Ukraine.

Das Unvorstellbare ist traurige Wirklichkeit geworden: In Europa, in unserer unmittelbaren Nachbarschaft, sterben unschuldige Menschen oder bangen um ihr Leben, explodieren Raketen, schießen Soldaten aufeinander. Und es wird noch schlimmer kommen befürchten Experten. Es fällt schwer, dies zu akzeptieren und zu erklären. Uns als Verwaltungsnetzwerk genauso wie sicherlich Ihnen, wenn Sie gemeinsam mit Ihren Familien, mit Ihren Kindern reden, telefonieren, Nachrichten schreiben und versuchen die Angst zu nehmen.

Das Verwaltungsnetzwerk Deutschland sendet ein ganz klares Signal: Wir alle wollen keinen Krieg in Europa – wir wollen dauerhaften Frieden!

Und viele Menschen haben sich in den vergangenen Tagen ersten Kundgebungen in den Kommunen und Bundesländern angeschlossen, um dieses Signal weiterzutragen. Allein in Berlin kamen am Sonntag weit über Einhunderttausend Menschen zusammen und in Köln gestern rund eine Viertel Million. Weitere Demonstrationen für den Frieden sind angekündigt und es ist zu hoffen, dass auch diese sicher und geordnet ablaufen werden. Doch was können wir sonst noch tun?

In Anbetracht der schlimmen Nachrichten, Fotos und Videos aus der Ukraine werden Demonstrationen eher nur symbolischen Wert haben und wahrscheinlich keine konkrete Hilfe bringen. Trotzdem ist es wichtig den Menschen in der Ukraine zu zeigen: Jede einzelne Verwaltung, die Zeichen sendet oder Erklärungen veröffentlicht, steht an Eurer Seite. Ihr habt unsere volle Solidarität. Erste Spendenaktionen wurden bereits letzte Woche gestartet und wir weisen gerne auf das Spendenkontonto von „Bündnis Entwicklung Hilft“ und „Aktion Deutschland Hilft“ hin mit der IBAN: DE53 200 400 600 200 400 600 / BIC: COBADEFFXXX (= Commerzbank) / Stichwort: Nothilfe Ukraine. Wenn Sie mögen, helfen Sie hier oder anderswo.

Außerdem bereiten sich viele Städte Deutschlands auf die Aufnahme von Geflüchteten aus der Ukraine vor, die ja über die offenen EU-Grenzen erst in den Nachbarländer und dann auch in der Bundesrepublik Hilfe suchen werden. Denn dies wird auch eine Aufgabe für uns alle werden, bei der die Kommunen und öffentlichen Verwaltungen einmal mehr und gemeinsam mit Partnern aus der Zivilgesellschaft an einem Strang ziehen werden, um den vertriebenen Menschen schnell und unbürokratisch zu helfen.

Es wird bereits fieberhaft an Lösungen für Notunterkünfte und sichere Quartiere gearbeitet und wieder einmal kommt es dabei zum Austausch mit benachbarten Städten und Landkreisen. Aber: Auf den starken Verbund aller wird man zählen können. Unser Dank von Seiten des VND gilt bereits jetzt allen Beteiligten, die bei dieser wichtigen Aufgabe tatkräftig mithelfen.

In diesem Sinne