Sa. Jul 2nd, 2022

Heute Nacht um 0 Uhr hat der ZENSUS 2022 begonnen, bei dem mehr als 10 Milionen Menschen in Deutschland in den kommenden Wochen befragt werden (wir berichteten HIER und DA). Die Befragten seien zufällig ausgewählt worden, wie das Statistische Bundesamt (BfS) mitteilte, allerdings bestehe Auskunftspflicht. Ein großer Teil der Zahlen für den Zensus liegt bei den Verwaltungen schon vor – hauptsächlich Meldedaten aus den Kommunen, so das BfS.

Um die Qualität dieser Zahlen zu verbessern, werde in einer Haushaltebefragung auf Stichprobenbasis ein Teil der Bevölkerung zusätzlich direkt befragt, wie es hieß. So werden beispielsweise im Rahmen der „Haushaltsstichprobe“ Auskünfte etwa zu Familienstand, Staatsangehörigkeit und Erwerbstätigkeit abgefragt. Für die Haushaltsstichprobe kommen die sogenannten Erhebungsbeauftragten persönlich vorbei, bundesweit werden 100.000 von ihnen im Einsatz sein, erklärte das Statistische Bundesamt.

Sie kündigen sich vorher schriftlich an, die kurzen Befragungen können an der Haustür stattfinden. Weitere Fragen können die Ausgewählten später online beantworten. Außerdem wurden etwa vier Millionen Haus- und Wohnungseigentümer angeschrieben, die online Fragen zu ihrem Gebäude beantworten sollen.

Ein ZENSUS findet in Deutschland alle zehn Jahre statt, turnusmäßig wäre dies 2021 der Fall gewesen – der Termin wurde aber wegen der Corona-Pandemie verschoben. Ziel ist es laut dem BfS, eine verlässliche Planungsgrundlage für politische und wirtschaftliche Entscheidungen in Bund, Ländern und Gemeinden zu schaffen. Die Erhebungen sollen bis Mitte August abgeschlossen sein.

Voraussichtlich ab Ende 2023 sollen dann die Ergebnisse des Zensus 2022 vorliegen. Wie der Zensus durchgeführt wird, ist gesetzlich geregelt, so das Statistische Bundesamt. Als Stichtag wurde im Gesetz der 15. Mai 2022 festgelegt, wobei sich die Befragungen über mehrere Wochen ziehen – wer für eine Befragung ausgewählt wurde, muss seine Antworten aber in Bezug zum Stichtag geben.

Geschrieben von und © 2022 für die Initiative VERWALTUNGSNETZWERK DEUTSCHLAND | www.verwaltungsnetzwerk.info

(…unter Verwendung von Informationen des Statistischen Bundesamtes)