So. Feb 5th, 2023

(VERWALTUNG AKTUELL) – Die Gewerkschaft der Polizei in Berlin fordert ein weitgehendes Böllerverbot, nachdem es zum JAhreswechsel 1022/2023 vielfach Angriffe mit Böllern und Raketen auf Polizisten, Feuerwehrleute. und Rettungskräfte gegeben hatte. Mit den Worten, man habe deutschlandweit gesehen, dass Pyrotechnik ganz gezielt als Waffe gegen Menschen eingesetzt wird, kritisierte GdP-Landeschef Stephan Weh das Vorgehen der Chaoten und forderte, das müsse ein Ende haben. Man dürfe allerdings nicht erst im Dezember wieder darüber diskutieren, fügte er hinzu.

Nach Wehs Meinung brauche es ein Verkaufsverbot für alle, die nicht beruflich und dementsprechend verantwortungsvoll mit Pyrotechnik hantieren würden. Vorbildlich sei, dass viele Baumärkte bereits in diesem Jahr klar Stellung bezogen hätten „und auch die Bevölkerung ist dahingehend viel weiter“, als man denke, sagte Stephan Weh. Stein des Anstoßes waren u. a. Vorfälle aus der Bundeshauptstadt, bei denen Polizisten und Feuerwehrleute beim Löschen eines brennenden Autos massiv mit Böllern angegriffen worden waren. In Tempelhof sei ein Linienbus mit Pyrotechnik und einem Feuerlöscher beworfen worden, in einem anderen Berliner Bezirk traf es ain Rettungsfahrzeug. In beidne Fällen seien Frontscheiben zerstört worden.

Im Stadtteil Lichtenrade hatten zudem laut Polizei 60 bis 80 Menschen versucht, ein Fahrzeug mit Feuerwerk anzuzünden. Herbeigerufene Polizeibeamte seien dann sprichwörtlich „unter Beschuss genommen“ worden, wie die Polizei twitterte; ein Beamter habe dabei Verletzungen erlitten. deshalb forderte auch die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft, Einsatzfahrzeuge mit sogenannten Dashcams auszustatten. So könnten derartige Angriffe besser dokumentiert werden, teilte der Landesverband Berlin-Brandenburg mit. Zudem verwies die Gewerkschaft auf Bodycams, die derzeit getestet würden. Mit den Geräten sollen brenzlige Situationen gefilmt werden.