Mi. Dez 7th, 2022

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Jenas Pressesprecher Kristian Phill berichtete weiter: Es seien im Verlauf des Projektes nicht nur Untersuchungen hinsichtlich des Nachweises von SARS-CoV-2 geplant, es werden seinen Worten nach im Verlauf auch Sequenzierungsbeprobungen durchgeführt, in denen an der TU Darmstadt die Virus-Varianten bestimmt werden, welche in unserem Abwasser aktuell kursieren. Damit erhofft man sich Hinweise mit zeitlichem Vorlauf auf einen eventuellen Virus-Variantenwechsel (z.B. Omikron zu Delta). Bei vergleichbaren Messreihen im Berchtesgadener Land waren Veränderungen im Infektionsgeschehen bereits 10 Tage vor den offiziellen Fallzahlen erkennbar.

Das von der EU geförderte Projekt soll dabei unterstützen, das seitens der EU empfohlene europaweite SARS-CoV-2-Abwassermonitoring in Deutschland zu implementieren und evaluieren. Die Stadt Jena verfügt damit über einen wissenschaftlichen Indikator, welcher perspektivisch für die Arbeit des Krisenstabes ein wertvolles Pandemie-Management-Instrument darstellen kann. Durch das systematische SARS-CoV-2-Abwassermonitoring ist es weiterhin möglich, auch in Pandemiephasen mit niedrigen Inzidenzen, in denen eine Überwachung anhand von symptomatischen Patienten nur schwer möglich ist, einen Überblick über die in der Jenaer Bevölkerung zirkulierende SARS-CoV-2-Viren zu erhalten. 

Zukünftig kann das Abwassermonitoring aber auch dazu genutzt werden, um weitere Krankheitserreger, wie z.B. Influenzaviren (Grippeviren), Polioviren oder Erreger von Tierseuchen zu detektieren. Weiterhin kann diese Methode perspektivisch auch zum Nachweis und dem Verlauf des Auftretens antibiotikaresistenter Krankheitserreger oder auch zum Nachweis anderer gefährlicher Substanzen, wie Drogen, Medikamente, Schwermetallen usw. genutzt werden.

Geschrieben von und © 2022 für die Initiative VERWALTUNGSNETZWERK DEUTSCHLAND | www.verwaltungsnetzwerk.info

(…unter Verwendung von Informationen des Stadt Jena)