Mo. Aug 8th, 2022

Die Polizei in Thüringen braucht nach eigenen Angaben mehr IT-Fachleute, um staatliche und private Einrichtungen vor Hackerangriffen und Co. zu schützen. Darauf wies in dieser Woche ein Sprecher des Landeskriminalamtes (LKA) hin. Im vergangenen Jahr habe es tausende von Angriffen gegeben. Dehalb brauche man Verstärkung im Kampf gegen die Cyberkriminalität.

Gebraucht würden Menschen, die einen IT-Hochschulabschluss und Interesse an einer beruflichen Karriere bei der Polizei haben, heißt es in einer Mitteilung. Cyberkriminalität sei ein „hochdynamisches Phänomen“, so das LKA. Die Gefahr betreffe die Bürger ebenso wie staatliche und private Einrichtungen und dabei zunehmend kritische Infrastrukturen. Wegen der globalen Vernetzung entstünden immer neue Gelegenheiten für Kriminelle. Die Polizei müsse dieser Entwicklung deshalb professionell begegnen, so der Sprecher.

Deutlich werde das Problem am Beispiel der Thüringer Landesverwaltung: Sie sei im vergangenen Jahr erneut Tausenden Angriffen aus dem Internet ausgesetzt gewesen, wie Finanz-Staatssekretär Hartmut Schubert bestätigte. Rund 40.000 E-Mails, die Schadsoftware enthielten, seien auf den Computern der Landesbehörden eingegangen. Weitere 900.000 Mails wurden als Spam identifiziert. Insgesamt erreichten die Landesverwaltung 42 Millionen E-Mails, von denen 30 Millionen aus Sicherheitsgründen abgewiesen werden mussten. Laut Schubert sind im aktuellen Landeshaushalt für die Informationssicherheit zehn Mio. Euro eingeplant.

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