Mi. Mai 25th, 2022

Spätestens seit dem Beginn der Coronapandemie sind im schulischen Bereich digitale Lernmethoden gefragt. Im thüringischen Schmalkalden ist die dortige Grundschule zu einer ganz eigenen Software gekommen, die im Grunde nur zum Eigengebrauch gedacht war, mittlerweile europaweit aber mehr als 150.000 NutzerInnen hat, mit steigender Tendenz, wie Marlene Drexler für MDR THÜRINGEN berichtet. Was als Notlösung startete, ist innerhalb nur eines Jahren zum Vertriebsschlager geworden, erzählen Christian Dornheim und Mark Henkel, Geschäftsführer der IT-Firma „Dsign-Systems“ – gemeint ist die digitale Lernplattform TASK CARDS.

Angefangen hatte alles mit dem Verbot der amerikanischen Software „Padlet“, einer digitalen Pinnwand, die mit Texten, Bildern, Audios und Videos bestückt werden kann und die sich seit Lockdowns und Quarantänevorschriften unter Lehrkräften wachsender Beliebtheit erfreute. Vor gut einem Jahr wurde den Schulen dann jedoch untersagt, diese Software weiter zu nutzen; Hintergrund waren Verstöße gegen die EU-Datenschutz-Grundverordnung. Henkel, selbst zweifacher Vater, bot an, dass er und seine Firma kurzfristig eine datenschutzkonforme Alternative schaffen könnten.

Die so entstandene Software auf den Markt zu bringen, daran dachte damals aber niemand. Doch urplötzlich bekam „Dsign-Systems“ Tag für Tag Hunderte Mails von Lehrkräften, die die Software ebenso nutzen wollten. Die beiden Geschäftsführer gehen mittlerweile davon aus, dass sich die Information über das neue Programm vor allem durch Schulkanäle auf Twitter schnell verbreitete. Motiviert durch die hohe Nachfrage entwickelten Mark Henkel und seine Kollegen die Software weiter. Ergebnis: ein Erfolgsmodell und absolut DSVGO-konform.

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