Mi. Dez 7th, 2022

Die Stadt Gera und die entlassene Kulturamtsleiterin Claudia Tittel haben sich geeinigt, die zuvor ausgesprochene Kündigung zurückzunehmen, wie die Ostthüringer Zeitung (OTZ) mitgeteilt hat. Zur Kündigung soll es dem Vernehmen nach gekommen sein, weil Tittel in einem anonymen Brief der Missbrauch von Amtsrechten vorgeworfen worden war. Der Kulturamtsleiterin wuede daraufhin im Februar 2022 fristlos gekündigt worden. Dagegen hatte sie vor dem Arbeitsgericht geklagt.

Vor Gericht präzisierte die Stadt den Kündigungsgrund und gab an, die damalige Amtschefin habe durch die Absage einer Veranstaltung finanziellen Schaden angerichtet. Hierbei ging es um das geplante Fest zum 40. Geburtstag des Kultur- und Kongresszentrums, bei der die Stadt ihren Angaben nach mit 6.000 Euro Einnahmen gerechnet habe. Zwar sei die Veranstaltung in die Zeit strenger Kontaktbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie gefallen, so Gera vor Gericht, jedoch hätte Claudia Tittel das Event nicht ohne Rücksprache absagen dürfen.

Jetzt nahm die Stadtverwaltung die Kündigung der Amtschefin zurück, nachdem die Vorwürfe gegen Tittel in einem langen Gespräch ausgeräumt worden seien, so die OTZ. Der Geraer Oberbürgermeister habe sich verpflichtet, rufschädigende Äußerungen gegen seine ehemalige Kulturamtschefin richtig zu stellen und falsche Behauptungen zurückzunehmen, so Tittel gegenüber der Zeitung. Im Gegenzug habe sie nun das Arbeitsverhältnis gekündigt, weil das Vertrauensverhältnis zum Stadtoberhaupt zerrüttet sei, wie sie erklärte.

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