So. Sep 25th, 2022

Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren im August 2022 mehr als 182.000 Ausbildungsplätze unbesetzt – 20 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Man brauche jetzt eine Gemeinschaftsinitiative von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft“ erklärte Rainer Dulger, Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, und fügte an, „Die duale Ausbildung ist ein Wohlstandsanker unseres Landes“.

Passend hierzu: In der Coronakrise haben sich vergleichsweise wenige junge Menschen in Deutschland für eine duale Ausbildung entschieden. Für das vergangene Jahr hat das Statistische Bundesamt (Destatis) 466.200 neue Ausbildungsverträge registriert. Das waren zwar 0,6 Prozent mehr als im ersten Coronajahr 2020, aber erneut rund 9 Prozent weniger als im Vorkrisenjahr 2019, als noch mehr als 500.000 neue Ausbildungen begonnen wurden.

Beliebt seien weiterhin Ausbildungen im Einzelhandel, im Büro und im Kfz-Bereich, so Destatis. Verschiebungen seien unter anderem in IT-Berufen wie Fachinformatik (Anstieg um fünf Prozent) oder bei E-Commerce-Kaufleuten (Anstieg von 26 Prozent) zu erkennen. Wie zu Beginn der Coronakrise, begannen auch 2021 weniger junge Menschen eine Ausbildung im Öffentlichen Dienst. Kaum Zuversicht gibt es bei den Kaufleuten in der krisengebeutelten Tourismusbranche. Dort gingen die Zahlen der Neuverträge nach dem starken Einbruch von 2020 um 61 Prozent noch einmal um weitere 26 Prozent zurück.

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