Sa. Jul 2nd, 2022

Ausgerechnet dort, wo es schon jetzt an Fachkräften fehlt, wird die nahende Verrentungs- und Pensionierungswelle im öffentlichen Dienst besonders hart zuschlagen. Zu spüren ist das schon jetzt beim Thema Bauen und das zeigt sich am Beispiel des Berliner Bezirks Marzahn-Hellersdorf. Das dortige Bezirksamt hat 1.900 Stellen, wovon aktuell 300 nicht besetzt sind. In der Tiefbauabteilung sind es derzeit 11, im Hochbau 18 und das hat Folgen. So musste unter anderem die Sanierung einer Kita und einer Jugendfreizeiteinrichtung verschoben werden, obwohl beides dringend gebraucht wird, denn der Bezirk ist in den letzten Jahren stark gewachsen.

Nicht weniger als ein Dutzend neue Schulen sollen in Marzahn-Hellersdorf gebaut werden, dazu sind mehrere Kitas und bis zu 5.000 Wohnungen in Planung. Der Bezirksbürgermeister sprach gegenüber rbb24 von einem „riesigen Baugeschehen im Bereich der sozialen Infrastruktur“. Aber um dies zu bewältigen müsste seine Verwaltung ausreichend Diplom-Ingenieurinnen und -Ingenieure haben. Doch dem steht die absehbare Pensionierungs- und Verrentungswelle entgegen: In den kommenden acht Jahren werden mehr als die Hälfte der Mitarbeitenden des Bezirksamtes aus Altersgründen ausscheiden. Damit liegt Marzahn-Hellersdorf im Berliner Vergleich der Bezirke auf Platz 1.

Sehen Sie zum Thema HIER einen TV-Bericht des Rundfunks Berlin-Brandenburg! (aus: „Abendschau“ /// 26.11. 2021 /// Bericht beginnt ab Minute 11:49)

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(…unter Verwendung von Informationen des rbb)