Mi. Dez 7th, 2022

Anfang der Woche stellte Jenas Oberbürgermeister Dr. Thomas Nitzsche das Jenaer Projektteam für die Bewerbung um das „Zukunftszentrum Europäische Transformation und Deutsche Einheit“ vor. Dabei machte er deutlich: „Die Stadt Jena hat im Standortwettbewerb um das Zukunftszentrum beste Voraussetzungen – sowohl im Vergleich mit Städten anderer Bundesländer als auch im thüringenweiten Vergleich. Das Land Thüringen sollte sich möglichst schnell hinter die aussichtsreichste Bewerberstadt stellen, um die Jury überzeugen zu können das Zukunftszentrum nach Thüringen zu holen.“Lesen Sie HIER Teil 1 des Berichts!


Die AG Galerie der Transformation und Einheit repräsentiert die Säule der Kultur, auf der das „Zentrum für Europäische Transformation und Deutsche Einheit“ aufbauen soll. Dr. Christian Faludi, der die AG leitet und zugleich Projektleiter der Gesellschaft zur Erforschung der Demokratie-Geschichte ist, umreißt die Aufgaben der AG: „Das Zukunftszentrum wird Jena und sein Umland verändern. Jedoch soll die Stadt mit diesem kein weiteres Museum klassischen Stils erhalten. Dieses Signal haben uns die Bürgerinnen und Bürger deutlich vermittelt. Nicht zuletzt auch deshalb ist es unser Ansporn, einen von Innovationen geprägten Ort zu schaffen, der selbst stets wandelbar bleibt und sich immerfort verändern kann. Im Ergebnis wird ein inklusiver Raum entstehen, der es Menschen aus allen Ländern ermöglicht, sich einzulassen und dabei eine eigene Transformation zu erfahren. Jena bietet für ein solches Vorhaben die besten Voraussetzungen aller Bewerberstädte.“

Ein wesentliches Merkmal des Zukunftszentrums  ist, das es als Ort der Begegnung und des  Dialoges zwischen den Bürgerinnen und Bürgern, Politik und weiteren Akteuren einladen soll. In der AG Dialog und Begegnung werden hierfür Formate und Ideen entwickelt. Auch die Bewerbungsphase selbst findet mit Bürgerbeteiligung statt.

Tobias Schwessinger vom Servicezentrum Forschung und Transfer an der Universität Jena, der mit Tilo Schieck vom Thüringer Archiv für Zeitgeschichte in der AG tätig ist, sagt zur Arbeit: „Das Zukunftszentrum wird ein offener Raum für die Bürgerinnen und Bürger in Jena, Deutschland und ganz Europa. Ein Ort, an dem über die vergangenen und uns bevorstehenden Transformationen gemeinsam diskutiert werden kann. Ein Ort, der durch die Menschen und die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger zum Leben erweckt wird. Jena bietet dafür mit seiner aktiven Zivilgesellschaft die idealen Voraussetzungen. Die Bewerbung Jenas ist keine Bewerbung der Stadtverwaltung, sie ist eine Bewerbung der Menschen, die hier leben und die davon überzeugt sind, dass das Zukunftszentrum von Jena am meisten profitieren würde.“


Hintergrund: Das Zukunftszentrum für Europäische Transformation und Deutsche Einheit wird ein Ort, an dem sich Wissenschaft, Gesellschaft und Kultur gemeinsam den Übergängen und Brüchen vor und insbesondere nach den Jahren 1989/1991 in Deutschland und den Ländern des östlichen Europas widmen. In der Verbindung eines lebendigen und einladenden Ausstel­lungs- und Kulturraumes, einem wissenschaftlichen Institut – mit Graduiertenkolleg und Fellowship-Programm – und einem offenen Dialog- und Begegnungszentrum, wird ein geschützter Ort geboten, an dem Erfahrungen des Umbruchs und Wandels miteinander geteilt, aus fachlicher Perspektive erforscht und innovativ vermittelt werden. Das Zentrum soll nach einer offenen Ausschreibung in einer ostdeutschen Stadt gebaut werden, wobei der Bund umfassende Mittel für den Bau (200 Millionen Euro) und für den laufenden Betrieb (ca. 45 Millionen Euro jährlich) zur Verfügung stellt. Etwa 200 Mitarbeitende sollen im künftigen Zukunftszentrum beschäftigt sein.

Geschrieben von der Pressestelle der Stadt Jena und © 2022 für die Initiative VERWALTUNGSNETZWERK DEUTSCHLAND | www.verwaltungsnetzwerk.info